Tiger-Hubschrauber dürfen wieder fliegen – Absturzursache weiter ungeklärt (Neufassung)

Fast zwei Monate nach dem tödlichen Unfall eines Tiger-Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali am 26. Juli dürfen die Helikopter wieder starten. Der Flugsicherheitsausschuss beim Luftfahrtamt der Bundeswehr gab die Nutzung der Maschinen unter Auflagen wieder frei, wie die Bundeswehr am (heutigen) Freitag den Abgeordneten des Verteidigungsausschusses und  auf ihrer Webseite mitteilte*. Die Ursache für den Absturz, bei dem zwei deutsche Soldaten ums Leben kamen, bleibt allerdings weiter ungeklärt. weiterlesen

Neue Abstandswaffe fürs Heer – Erst mal nur für die Spezialkräfte

Vertreter des Kommandos Spezialkräfte (KSK) des Heeres haben am (gestrigen) Donnerstag als erste Heeressoldaten ein neues Waffensystem in Empfang genommen: Das Wirkmittel 90, nicht-Bundeswehr-Name RGW90 LRMP (Long Range Multi Purpose) ist eine Weiterentwicklung der bereits vor fünf Jahren kurzfristig beschafften Antistruktur-Munition RGW90 AS und kann programmierbare Sprengköpfe auf eine Gefechtsentfernung von bis zu 1.200 Metern verschießen. Zunächst erhalten nur das KSK und die Kampfschwimmer der Marine die neue Waffe.

Nach Angaben der Herstellerfirma Dynamit Nobel Defence ist das RGW90 LRMP weltweit die erste schwere Handwaffe, deren Gefechtskopf rein ballistisch fliegt und mit dreifacher Einstellmöglichkeit auf eine Entfernung von 20 bis maximal 1.200 Ziele bekämpfen kann. Aus den Erläuterungen des Unternehmens: weiterlesen

Merkposten: Eurofighter als Bomber

Die Luftwaffe ist ihrem Ziel, den Eurofighter (in der deutschen Variante) für die Luft-Boden-Rolle tauglich zu machen, ein Stück näher gekommen. In den vergangenen Tagen wurde in Schweden der Abwurf von GBU-48-Bomben erprobt:

Auf der Vidsel Test Range in Schweden hat der Eurofighter die ersten Laser- und GPS-gesteuerten GBU-48-Bomben abgeworfen. Bereits in der ersten Woche konnten erste Tests erfolgreich abgeschlossen werden.

berichtet die Luftwaffe ausführlich auf ihrer Webseite*.

Die Zeit drängt ein wenig, denn: weiterlesen

Aufbau der afghanischen Streitkräfte: Was so schief lief (und läuft)

Vor einigen Tagen haben die afghanischen Streitkräfte ihre ersten US-Hubschrauber vom Typ Blackhawk erhalten. Fast 160 dieser Helikopter soll die Afghan Air Force in den kommenden Jahren bekommen – damit die Streitkräfte des Landes am Hindukusch langfristig selber in die Lage versetzt werden können, gegen Aufständische vorzugehen. Die gebrauchten, aber runderneuerten US-Hubschrauber sollen die Mi-17 aus russischer Produktion ersetzen, die nicht mehr ausreichend gewartet werden können – oder sollen?

Denn der Wechsel von robuster russischer zu amerikanischer Technik ist auch dem Willen des Geldgebers, nämlich des US-Kongresses geschuldet. Und da liegt eines der Probleme, die beim seit Jahren laufenden Aufbau afghanischer Streitkräfte durch die USA und die anderen westlichen Nationen in der NATO-geführten Resolute Support Mission liegen: Hochentwickelte westliche Waffen- und Computersysteme, dazu teilweise auch ohne eine ausreichende Ausbildung dafür, machen Afghanistan nicht nur dauerhaft abhängig, sondern kosten die Geberländer auch mehr als nötig.

Das ist eines der Ergebnisse, zu denen der Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR), eine Art Rechnungshof für das US-Engagement in Afghanistan unter der Leitung von John F. Sopko, in seinem am (heutigen) Donnerstag vorgestellten Bericht über den Aufbau der afghanischen Streitkräfte kommt. Und man muss wohl sagen: seinem ziemlich desilluisionierenden , wenn nicht vernichtenden Bericht. weiterlesen

Aufnahmerituale in Pfullendorf: Entlassene Soldaten wollen weiter klagen

Vier Bundeswehrsoldaten, die nach den im Januar bekannt gewordenen entwürdigenden Aufnahmeritualen im Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf entlassen worden waren, wollen weiter gegen ihre Entlassung klagen. Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hatte im Juli die Entlassung der zwei Zeitsoldaten und zwei Freiwillig Wehrdienst Leistenden bestätigt, die zur Stammbesatzung des Ausbildungszentrums gehörten. Nachdem das Verwaltungsgericht eine Berufung nicht zugelassen hatte, beantragten die vier Soldaten nun eben diese Zulassung der Berufung und damit eine weitere Instanz, wie das Gericht am (heutigen) Mittwoch mitteilte: weiterlesen

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